Seit 2010 gibt es für mich zwei Leben in denen ich hin und her springe.

In meinem bürgerlichen Leben höre ich auf den Namen Thomas und lebe ein ganz „normales“ Familienleben. Außerdem habe ich eine bezaubernde Frau und den besten Sohn (*2016) der Welt. Hinzu kommt, dass ich 4 Tage die Woche als Grafikdesigner in einem Aktienunternehmen tätig bin.

2010 lernte ich eine zweite Welt kennen. Sie ist völlig anders zur bürgerlichen, nicht besser oder schlechter, eher eine Parallelwelt. In diesem wilden Leben, wie ich diese Welt nenne, herrschen eigene Gesetze. Dort kam ich auch zu dem Namen Tomm.

Das wilde Leben

Ich hatte das Glück 2010 bei einem der besten Wildnislehrer in Deutschland in die Ausbildung zu gehen, Matthias Blaß (Wildniswandern.de). Dieser genoss u.a. die Lehren von Tom Brown, Amerikas bekanntestem Wildnislehrer und Fährtenleser. Tom wiederum wurde von einem der letzten Scouts der Lipan Apachen ausgebildet, Stalking Wolf. Am Ende jedoch müssen wir wohl alle, mich eingeschlossen, zugeben, dass der größte Wildnislehrer, wohl die Natur selbst ist.

Von der Lehrform meiner Wildnisausbildung hatte ich vorher noch nie etwas gehört. Sie heißt Coyote Teaching und wurde von den Mentoren der Naturvölker angewandt. Der Coyote ist dabei vergleichbar mit unserem Fuchs aus den Fabelgeschichten (listig, intelligent, raffiniert, voller Lebensfreude und stets zu Scherzen aufgelegt). Das bedeutete für die Ausbildung in der Natur, dass der Lehrer nicht jederzeit mit einer Antwort „drohte“, sondern dem Schüler eher mit ein paar trickreichen Fragestellungen und Übungen oder weiterführenden Hinweisen zu einprägsameren … nun ja, ich möchte nicht zu viel verraten, melden Sie sich am besten zu einem meiner Wildnisseminare an und Sie werden es live erleben.

Wildnisseminare

Mein Lern-Pfad durch die Natur ist noch lang nicht zu Ende, ich vermute, ich werde mein Leben lang auf ihm wandern.

Auch, wenn ich die Geheimnisse der Natur-Mensch-Beziehung noch längst nicht alle kenne, fühle ich mich dennoch dazu bereit, meine bisherigen Wildniserfahrungen an Sie weiter zu geben. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, dass Sie an einem Wildnisseminar teilnehmen, von dem Sie lange zehren werden und welches Ihnen neue Kraft geben wird. Meine Begeisterung zur Natur soll Ihre Begeisterung werden und umgedreht, denn, wenn wir begeistert sind, leben die Geheimnisse und Erfahrungen dieser mystischen und wunderbaren Welt weiter.

Ich lade Sie hiermit herzlich ein, begeistert zu sein.

Tomm

Das bürgerliche Leben

Ich könnte mich nicht entscheiden, wenn ich müsste, welches Leben ich ausschließlich wählen würde. In meiner Familie, sowie in einem Team von Grafikdesignern, fühle ich mich ebenso wohl, wie in einem „wilden Clan“ von Naturbegeisterten. Ich weiß die Vorzüge einer großen Stadt, wie München, ebenso zu schätzen, wie die Ruhe und Gelassenheit eines Waldes.

Es ist wie Yin und Yang: das eine Leben hetzt dem teilweise interessantem Fortschritt hinterher, während das andere versucht diesem zu entfliehen.

In beiden Leben stelle ich fest, dass man in der Gemeinschaft effektiver und effizienter vorankommt. Wenn ich das „Feuer“ und die Erfahrungen anderer nutze, um besser in den Dingen zu werden, die mir wichtig sind, muss ich nicht alle Fehler selbst begehen. Obwohl ich auch schon von den schönsten Fehlern des Lebens gehört habe.

Was erprobt und für gut befunden wurde kann ich übernehmen. Damit meine ich nicht blauäugig glauben, was andere schwätzen, sondern was sie wirklich wissen und erlebt/erfahren haben. Dabei entsteht, meiner Meinung nach, immer wieder mal ein kleiner Spielraum Dinge evtl. effizienter zu tun, als es Person A erfahren hat. Die Welt steht nicht still.

Manches Wissen wird von den Generationen davor an die nächsten weitergegeben, manches geht verloren, manches muss man selbst wieder erfahren und vielleicht in Büchern oder sogar bei Suchmaschinen wieder entdecken.

Familie

Ich habe das Glück eine Familie zu haben, die gern in der Natur ist. Die weiß, wie schön und erholsam sie sein kann und was sie gibt. Obwohl ich nicht sagen würde, dass sie meiner Meinung wären, dass eine Übernachtung im Wald ein Highlight ist. Ich denke sie würden dies eher als gruselig empfinden. Da hat das bürgerliche Leben wohl etwas überhand.

Thomas